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21. April 2026

Küchen Aktuell – Wo aus Arbeit Haltung wird

Warum das Braunschweiger Unternehmen nicht nur Küchen verkauft, sondern Menschen Perspektiven bietet

Betriebsgelände der Küchen Aktuell GmbH

Foto: Küchen Aktuell

Wer über Küchen Aktuell spricht, spricht schnell über Erfolg. Über Wachstum. Über Deutschlands Marktführer in Sachen Küchen. Über Expansion, Logistikzentren, Standorte und Marktführerschaft. Doch hinter diesen Zahlen steht eine andere Geschichte – eine, die für eine Employer-Branding-Story viel interessanter ist: die Geschichte eines Unternehmens, das trotz seiner Größe familiär geblieben ist. Eines Hauses, in dem Menschen nicht nur arbeiten, sondern wachsen können. Und in dem der Satz „attraktiver Arbeitgeber“ nicht wie eine Floskel klingt, sondern wie ein Anspruch, der im Alltag spürbar sein soll.

Braunschweig ist dabei weit mehr als nur ein Standort. Hier hat vor 30 Jahren alles begonnen – in einem alten Lagerhaus, nur unweit des heutigen Hauptsitzes. Gegründet von zwei Freunden, entwickelte sich aus einer mutigen Idee eine Erfolgsgeschichte, mit der damals kaum jemand gerechnet hätte. „Braunschweig ist der Standort, an dem alles begann“, sagt Andreas Puchta. „Und keiner von uns hätte sich damals vorstellen können, welche Entwicklung daraus einmal entsteht.“

Der Stolz auf diese Entwicklung ist da – aber er ist nicht geschniegelt, nicht geschniegelt-konzernhaft, nicht abgehoben. Er ist bodenständig. So wie das Unternehmen selbst sein möchte.

Natürlich lebt Küchen Aktuell von einem starken Konzept. Von Service, Verlässlichkeit, geschultem Personal, einem klaren Preis-Leistungs-Versprechen und dem Anspruch, Kunden vom ersten Gespräch bis zur fertigen Montage persönlich zu begleiten. Doch für Bewerberinnen und Bewerber ist vor allem die andere Seite entscheidend: Wie ist es eigentlich, hier zu arbeiten?

Die Antwort darauf beginnt bei einem erstaunlich einfachen Gedanken. „Unsere Aufgabe ist es eigentlich, Menschen glücklich zu machen“, sagt Tamina Schmidt. Gemeint sind damit nicht nur Kundinnen und Kunden, die am Ende in ihrer neuen Küche stehen. Gemeint sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diesen Weg überhaupt möglich machen. Denn bis eine Küche geplant, verkauft, kontrolliert, geliefert und montiert ist, steckt dahinter Teamarbeit – und zwar auf vielen Ebenen.

Gerade deshalb hat sich Küchen Aktuell intensiv mit der eigenen Unternehmenskultur beschäftigt. Nicht mithilfe externer Berater, sondern aus den eigenen Reihen heraus. Das Ergebnis: zwölf Werte, die das Selbstverständnis des Unternehmens beschreiben. Einer davon klingt zunächst unspektakulär, sagt aber viel aus: „normal sein“. Gemeint ist damit eine Kultur, in der sich niemand verstellen muss. Keine steife Fassade, kein künstliches Gehabe, keine Ellenbogen-Inszenierung. „Wir sind so, wie wir sind“, sagt Andreas Puchta. „Und wir reden auch so, wie uns der Schnabel gewachsen ist.“

Das klingt sympathisch – und hat im Arbeitsalltag offenbar Konsequenzen. Die Hierarchien sind flach, der Austausch direkt, der Kontakt zur Inhaberfamilie keine ferne Theorie. Wer Verantwortung übernimmt, soll nicht an Titeln gemessen werden, sondern an Persönlichkeit, Haltung und Leistung. Nicht Studium, Abitur oder Lebenslauf entscheiden allein – sondern der Mensch. Wer Potenzial mitbringt, könne sich hier entwickeln. Auch als Quereinsteiger. Auch dann, wenn klassische Systeme nicht perfekt gepasst haben, so Tamina Schmidt.

Genau darin liegt ein Kern der Arbeitgebermarke. Küchen Aktuell sucht offenbar nicht nur Lebensläufe, sondern Menschen. Menschen mit Lust auf Verantwortung. Mit Energie. Mit Lernbereitschaft. Und mit dem Willen, Teil eines größeren Ganzen zu werden.

Die Möglichkeiten dafür sind breit gefächert. Natürlich gibt es die klassischen Berufsbilder, für die Küchen Aktuell bekannt ist: Verkauf, Küchenfachplanung, Montage. Doch dahinter öffnet sich eine ganze Unternehmenswelt: kaufmännische Berufe, Einkauf, Auftragskontrolle, Kundendienst, Tourenplanung, IT, IT-Sicherheit, Marketing, Hochbau, Architektur und sogar eigene Bereiche für Objektgeschäft und Komplettausstattung größerer Wohnprojekte. Wer das Unternehmen nur als Küchenhändler versteht, greift also deutlich zu kurz.

Besonders bemerkenswert ist dabei der Blick auf Nachwuchs und Entwicklung. Im Schnitt rund 120 Auszubildende pro Jahr, eigene Schulungszentren, regionale Ausbildungsbetreuer, duale Studienangebote in Braunschweig – all das zeigt, dass Fachkräftesicherung hier nicht nur diskutiert, sondern organisiert wird. 

Gleichzeitig wirkt Küchen Aktuell in vielen Punkten pragmatisch statt dogmatisch. Nicht jede Tätigkeit lässt Homeoffice zu – ein Monteur kann nun einmal keine Küche aus dem Wohnzimmer montieren. Aber dort, wo flexible Modelle möglich sind, werden sie offenbar gesucht. Etwa für Rückkehrerinnen aus dem Mutterschutz oder für Beschäftigte, die in anderen Bereichen von zu Hause unterstützen können. Auch bei älteren Monteuren zeigt sich dieser Gedanke: Wenn fünf Tage körperlich zu belastend werden, sind andere Modelle denkbar. Dahinter steht ein einfacher Zusammenhang: Nur zufriedene Mitarbeiter sichern langfristig Qualität.

Besonders stark wird das Unternehmen dort, wo es nicht nur über Kultur spricht, sondern Verantwortung konkret übernimmt. Ein Beispiel ist die Integration internationaler Fachkräfte. Küchen Aktuell beschäftigt Mitarbeitende aus zahlreichen Nationen und begleitet seit Jahren aktiv ein Projekt zur Gewinnung und Integration von Mitarbeitern aus Bosnien. Mit Deutschkursen, Unterstützung bei Behörden, Begleitung im Alltag und sogar Perspektiven für den Familiennachzug. Andreas Puchta spricht dabei nicht nüchtern von Personalgewinnung, sondern von „bewegenden Geschichten“. Genau das macht den Unterschied: Hier scheint Integration nicht als Schlagwort, sondern als Beziehung verstanden zu werden.

Und dann ist da noch dieser familiäre Geist, der in vielen Unternehmen gern behauptet, aber selten greifbar wird. Küchen Aktuell ist bis heute Familienunternehmen, inzwischen in zweiter Generation. Die Gründer sind weiterhin präsent. Führungskräfte, die das Haus seit vielen Jahren begleiten, gelten als Teil einer erweiterten Familie. Und Wertschätzung hängt nicht an Positionen. „Wichtig ist der Faktor Mensch.“ Ob Verkaufsleitung oder Reinigungskraft – entscheidend sei der Beitrag zum Ganzen.

Vielleicht ist das der eigentliche Kern dieser Geschichte. Küchen Aktuell inszeniert sich nicht als hipper New-Work-Spielplatz und auch nicht als geschniegeltes Karrieresystem. Das Unternehmen wirkt eher wie ein großer, gewachsener Organismus mit klarer Haltung: leistungsorientiert, direkt, bodenständig, entwicklungsstark – und immer noch nah an den Menschen.

Für Bewerberinnen und Bewerber, die nicht nur einen Job, sondern Perspektive, Zugehörigkeit und echten Gestaltungsspielraum suchen, könnte genau das der entscheidende Unterschied sein. Oder, anders gesagt: Küchen Aktuell baut nicht nur Küchen. Sondern auch Wege.

 

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