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Harzglanz

25. August 2022

Der Harz hat sich neu erfunden

Was macht den Harz lebenswert?

Von Jens Richwien

(Fotografie: Braunlage Tourismus Marketing GmbH, Privat)

Wandern
Auf den Wanderwegen rund um Braunlage, dem Bergdorf Hohegeiß und der Bergstadt Sankt Andreasberg können Wanderer den Harz von seiner schönsten Seite erleben. Egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winterwanderurlaub hat immer Saison. Und das hat seinen Grund Zwischen Morgennebel und Abendrot kann man fabelhafte Landschaften entdecken, tolle individuelle oder geführte Wandertouren im Harz erleben und den perfekten Wanderurlaub planen. Wer gerne wandert, wird die Bergwelt rund um Braunlage, Hohegeiß und Sankt Andreasberg lieben! Mehr Informationen www.braunlage.de/wandern-in-braunlage

Braunlager Almauftrieb
Am Sonntag, den 07.07.2019, feiert Braunlage zum zweiten Mal einen eigenen Almauftrieb zum Wurmberg. 11.00 Uhr startet der Viehaustrieb von der „Verlobungswiese“ hinter der Talstation der Wurmbergseilbahn in Richtung Hexenritt. Alle Gäste sind herzlich eingeladen, die Kuhherde beim Aufmarsch zu begleiten!

Braunlager Sommernachtstraum
Am 10. August findet in Braunlage zum 6. Mal der Braunlager Sommernachtstraum statt. Von 18 bis 24 Uhr wird der Kurpark von Braunlage wieder in ein märchenhaftes Ambiente gehüllt. Hochkarätige Bands treten auf, spielen handgemachte Musik und erstklassige Walk Acts verzaubern das Publikum. Auf zwei Bühnen am schönen Kurparksee erwarten die Gäste Pop, Rock und Jazz-Klänge von Live-Musikern.

Mountainbiken
Der Harz bietet ein Paradies für alle Mountainbiker – ob im Bikepark Braunlage, dem MSB-­ X-TRAIL in Sankt Andreasberg, der Volksbank Arena Harz oder bei geführten Touren durch den Harz. Braunlage, Hohegeiß und Sankt Andreasberg sind für Ihre MTB-Tour der richtige Ausgangspunkt. Die Volksbank Arena Harz ist die beliebteste MTB-Region Norddeutschlands – das meinen die Leser des populären Mountainbike Magazins. Schon lange ist der Harz eines der beliebtesten Ziele für Biker – und das zu Recht. Am Wurmberg, dem höchsten Berg Niedersachsens, schlägt das Bikerherz höher: Als einer der größten seiner Art in Deutschland, bietet der Bikepark Braunlage am Wurmberg sowohl einen bequemen Aufstieg mit der Wurmbergseilbahn, als auch eine spektakuläre Abfahrt durch nagelneue Strecken. Am Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg findet jeder Bikesportinteressierte ein breites Angebot an Strecken mit den verschiedensten Schwierigkeitsgraden: von leichten Singletrails und Freeride-Strecken für Einsteiger und Anfänger über die technisch interessanten North-­Shore-Parcours bis hin zu den anspruchsvollen Downhill-Passagen für geübte Fahrer und Profis. Geführte MTB-Touren können auch gebucht werden und führen die Biker zu den schönsten Strecken im Harz. Mehr Informationen www.braunlage.de/wandern-in-braunlage

Authentisch bleiben und auf die Natur achten

Viele Menschen haben den Harz als Reise- und Erholungsgebiet wiederentdeckt. Mit neuen Attraktionen und einem ganzheitlichen Naturplan geht man seit einigen Jahren neue Wege. Zu dieser Entwicklung sprach STADTGLANZ-Chef­redakteur Jens Richwien mit Joachim Klaeden, Unternehmer aus Braunlage.

Der Harz ist wieder in aller Munde. Wie und seit wann bemerken Sie in Braunlage persönlich diesen Trend?
Nachdem der Harz fast 20 Jahre im nationalen und internationalen Tourismus kaum eine Rolle spielte und ziemlich am Boden war, wandelte sich ab 2012 das Bild. Mit der Ankündigung der Wurmbergseilbahngesellschaft, Norddeutschlands größtes Skigebiet zu realisieren, nahm Braunlage langsam Fahrt auf. Investoren kamen auf den Plan, kauften marode Häuser und bauten Sie in moderne Residenzen aus. Auch ich stellte mir 2012 die Frage nach dem jetzt oder nie, nahm viel Geld in die Hand und baute zwei der präsentesten Häuser in Braunlage zu tollen, erfolgreichen Geschäftshäusern um. Im Moment gibt es zwar noch eine Reihe von maroden Häusern, aber die Grundstücke an sich sind faktisch ausverkauft. Zeitgleich wurde und wird immer noch mit Hochdruck die touristische Infrastruktur ausgebaut. Bike-Park, Monsterroller, Wanderwege, Loipen, Skiabfahrten, Skilifte, Eisstadion, Adventure Golf, Kletter-Landschaften gibt es schon. Jetzt müssen wir langsam aufpassen, dass wir nicht „überrollt“ werden.

Was muss man den Besuchern heute bieten, um einen Ort touristisch interessant zu machen? Welchen gastronomischen Trends muss man folgen?
Du musst den Leuten immer wieder neue Themen bieten. Trends zu erkennen und versuchen, mit Top Angeboten auf der Überholspur zu bleiben. Medienmäßig müssen wir noch aufholen. Ich glaube, dass ich mit meinem gastronomischen Angebot in der ganzen Region schon einzigartig bin. Brotzeitstube im Hüttencharakter mit unseren Harzer Spezialitäten mitten im Ort auf Braunlages prägnantesten Platz, das ist schon klasse. Unsere Wurst- und Schinkenspezialitäten werden in kleinen Bauern­betrieben und Metzgereien im Harz und am Harzrand sowie im Eichsfeld noch hausgeschlachtet – versprechen also höchste Qualität.

Was macht für Sie den Harz lebenswert? Herr Klaeden, Sie kommen ja aus Braunlage.
Der Harz ist ein klassisches Mittelgebirge mit viel Natur und Wildnis. Wenn ich morgens mit unserem Hund durch den Wald gehe, das ist schon großartig. Das Wintermärchen von November bis März sucht auch seinesgleichen. Braunlage liegt eine Stunde von Braunschweig, der schönsten Einkaufsstadt in Deutschland und in 2 Stunden ist man in Hamburg, 3 Stunden zur Ostsee, das ist doch ein toll erreichbares Kontrastprogramm – für uns und für unsere Gäste.

Was wird sich noch verändern, wo geht die harz-Reise hin?
Wir müssen am Ball bleiben, aber die Balance nicht verlieren. Der Harz sollte authentisch bleiben und wir müssen höllisch auf unsere Natur und Umwelt achten. Das sind die Grundlagen für alles.

Ein Wort noch zum Borkenkäfer, Sie sind da im Thema Herr Klaeden.
Der Nationalpark kam vor einigen Jahren auf die Idee, Teile des Nationalparks sich selbst zu überlassen und nicht mehr einzugreifen. Ich glaube, da hatten sie wohl die Rechnung ohne den Borkenkäfer gemacht, der sich auf den Weg machte, um diese Situation schonungslos auszunutzen. Der extrem warme letzte Sommer gab sein Übriges dazu. Den Anblick, der sich uns im Moment auf der B4 zwischen Torfhaus und Braunlage bietet, ist extrem schlecht für uns, gerade vor dem Hintergrund, dass es noch keine aufklärende Beschilderung an den Straßen gibt. Doch das soll sich ändern. Die letzte „Borkenkäferkonferenz“ hat die Weichen dafür gestellt. Es wird in Zukunft viel mehr Öffentlichkeitsarbeit geben. Zum Schluss in ca. 5 – 10 Jahren werden wir einen neuen, eindrucksvollen Harz der Wildnis erleben. Bald wird vieles weitgehend überwachsen sein. Zudem werden jedes Jahr unzählige Laubbäume gepflanzt. Und erinnern wir uns, in seinen Ursprüngen war der Harz ein reiner Laubwald. Ich sehe die Zukunft daher wirtschaftlich, wie auch von der Natur und Umwelt her, recht positiv.

Herr Klaeden, vielen Dank für das Gespräch.

Jens Richwien

Ehemaliger Fußball-Profi und Freizeit-DJ (Richy Vienna), war über 20 Jahre für die neue Braunschweiger tätig. Die letzten drei Jahre begleitete er STADTGLANZ als Objektleiter und Chefredakteur. Er ist seit Oktober bei der Hygia Gruppe beschäftigt, betreut dort das B2B-Business und arbeitet weiterhin als freier Redakteur.

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