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Lifestyle

15. Oktober 2025

Seltene Erden oder Eisenzeit?

Die moderne IT-Welt wäre ohne das Halbmetall Silicium und die seltenen Erden nicht möglich, doch in unserem Körper herrscht immer noch die Eisenzeit. Eisen ist essenziell für die Sauerstoffversorgung, da es so eine große Affinität zu Sauerstoff besitzt.

Von Dr. Andreas Biller

Fotografie: Adobe Stock / Suliman Razvan

Eisen mit der chemischen Kurzbezeichnung „Fe“ ist nicht nur das zentrale Atom im roten Blutfarbstoff Hämoglobin, es ist auch wichtig für die Hormonproduktion und das Immunsystem

Ja, das Immunsystem braucht nicht nur Vitamin C, D und Zink. Bei häufigen Infekten sollte auch an eine gute Eisenversorgung gedacht werden. Doch Eisen scheint noch knapper zu sein als diese seltenen Erden, denn es führt weltweit die Hitliste der Mangelelemente an.

Das war es dann aber auch mit den positiven Eigenschaften von Eisen.

Eisen ist Engel und Teufel zugleich! Die Liste von Nachteilen ist leider lang. Neben dem schlechten Geschmack (blutig-metallisch) führt die Einnahme von Eisenpräparaten häufig zu Magen- und Darmproblemen.

Doch woran liegt das? 

Schuld sind die freien Eisenionen. Diese bilden sich, wenn Eisensalze im wässrigen Milieu zerfallen, so wir das vom Speisesalz kennen. Da wir metallisches Eisen nicht verwerten können und das Lutschen an der Eisenstange nicht die Blutwerte verbessern würde, sind wir auf die Gabe von Eisensalzen angewiesen.

  • Freie Eisenionen wirken als Antibiotikum und schädigen das Darmmikrobiom. Die entstehende Dysbiose führt zu Durchfall, Verstopfung und Übelkeit.
  •  Freie Eisenionen katalysieren alle Arten von Oxidation, auch die Oxidation der DNA. Das kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen.
  • Freie Eisenionen konkurrieren bei der Aufnahme mit anderen 2-wertigen Ionen wie z.B. Kalzium oder Magnesium.
  • Freie Eisenionen bilden Komplexe mit Proteinen, pflanzlicher Phytinsäure und Polyphenolen. Eisen in Komplexform steht dem Körper nicht mehr zur Verfügung.  Bisherige Eisenpräparate sollten daher immer mit zeitlichem Abstand zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Tierisches Eisen ist besser verwertbar als pflanzliches.

Doch die WHO warnt vor zu hohem Konsum von rotem Fleisch, weil das Hämeisen Darmkrebs verursachen kann. Der Konsum von viel pflanzlicher Nahrung behindert leider die Aufnahme von Eisen. Frauen, die Kaffee trinken, haben weniger Probleme mit Eisenmangel als die Grüntee-Genießerinnen.

Was tun?

Warum nicht einfach ein in Wasser unlösliches Eisen verwenden? In Frage käme das schon lange bekannte Eisendiphosphat (früher Eisenpyrrophosphat). Und warum nehmen das nicht alle Hersteller von Eisenpräparaten? Es wird leider vom Körper nicht besonders gut aufgenommen, wie alle nicht wasserlöslichen Stoffe.

Neues Verfahren

Doch inzwischen gibt es ein patentiertes Verfahren aus Japan, die Eisenpartikel so klein zu machen, dass sie sehr gut aufgenommen werden und nicht sofort wieder zusammenkleben. Für diese kleinen Partikel gibt es sogar einen eigenen Passageweg durch die Darmwand, der als Endozytose bezeichnet wird.

Heraus kommt ein idealer Rohstoff: Endosomales Eisen – das kleinste und sicherste Eisen: 

  • geschmacksneutral
  • hoch bioverfügbar
  • keine Nebenwirkungen
  • kein Wettbewerb mit Nahrung oder Ionen.

Und die Dosierung?

Der Tagesbedarf von Jugendlichen und Erwachsenen liegt so zwischen 10 und 15mg. Frauen etwas mehr – na klar. Schwangere und Stillende bis zu 30mg. Bei akutem Eisenmangel sollte nach Absprache mit dem Arzt noch höher dosiert werden.

Wie sieht es mit Eiseninfusionen aus? 

Nach meiner Eischätzung bitte nur im Notfall, denn es hat schon seinen Sinn, dass der Körper die Eisenaufnahme über den Darm streng kontrolliert. Eine Studie (Sugita/Kawaguchi/Kapoor [2023]) bei Gesunden mit normalen Eisenlevel bei einer Aufnahme von 3,6mg endosomalem Eisen pro Tag zeigte folgende Effekte:

  • Frauen: weniger Schwitzen, weniger Stimmungsschwankungen.
  • Männer: Abnahme der Müdigkeit nach Sportübungen.

 Fazit: 

Die tägliche Supplementierung von endosomalem Eisen über Nahrungsergänzungsmittel führt zu einer optimalen Versorgung und hat trotz gesunder Ernährung einen zusätzlichen Nutzen. Die Sinnhaftigkeit, eine gesunde Ernährung durch ein Nahrungsergänzungsmittel zu ergänzen, zeigen auch die Ergebnisse einer großen epidemiologischen Datenerhebung über 10 Jahre mit 4000 Frauen (Nurses' Health Study II [2013]). Frauen mit einer Eisenaufnahme von >20mg/Tag (> 143% RDA von Eisen/Tag) hatten ein um -35% geringeres Risiko für PMS (Prämenstruelles Syndrom) als Frauen mit der niedrigsten Eisenaufnahme von < 10mg/Tag. Frauen mit Regelbeschwerden sollten daher unbedingt an eine tägliche Eisenaufnahmen denken.

 

Bei Bedarf erhältlich:

Auf dem Markt konnte ich kein passendes Präparat mit endosomalem Eisen finden. Kurzentschlossen habe ich dann einfach ein eigenes Präparat auf den Markt gebracht und es GREENMINDSET EISEN genannt. Auf dem diesjährigen Bundeskongress des VDD e.V. (Verband deutscher Diätassistenten) in Wolfsburg stieß das Präparat auf großes Interesse.

Die fertigen Minitabletten lassen sich gut schlucken und ermöglichen mit jeweils 3,5mg Eisen eine individuelle Dosierung. Der praktische und stabile Klickspender mit jeweils 90 Tabletten lässt sich gut mitnehmen. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit auch in Kombination mit den Mahlzeiten erfolgen (1-4x täglich eine Minitablette entsprechen 3,5 – 14mg Eisen).

Seit Mitte Mai ist das Präparat über meine Internetseite www.greenmindset-pharma.de oder den nachfolgenden QR-Code für 11,95 Euro pro Packung zu beziehen.

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