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Wirtschaft

11. November 2021

Mobilität

Mobilität bedeutet Bewegung. Mobilität bietet Freiheit. Mobilität ist ein Megatrend.

Von Lucas Schubert

(Grafik: fotolia/rikkyal)

Ganz egal, ob in der Überwindung von Strecken oder im Hinblick auf die Veränderung von Einstellungen, Meinungen, Positionen und Werten. Geistige, räumliche, soziale Mobilität eben.

Bei einer Region, für die der Fahrzeugbau (Büssing, MAN, Volkswagen) und die Verkehrstechnik (Siemens, BBR) so traditionell und prägend ist wie die unsere, denkt man bei Mobilität vielleicht zuerst an Fahrzeuge, an Auto-Mobile eben. Diese Errungenschaften haben wir Menschen zu verdanken, die geistig beweglich genug waren, eingetretene Pfade zu verlassen, um neue Ufer zu entdecken und neue Wege zu beschreiten. Oder besser: Zu (er)finden. Heinrich Büssing ist mit seiner erfolgreichen Arbeit in der Eisenbahnsignaltechnik und der  Erfindung des Lastkraftwagens ein großes regionales Beispiel dafür. Seine Lebensgeschichte hat maßgeblich die Geschichte des Gütertransports und die des öffentlichen Personennahverkehrs geprägt. Ein Glanzpunkt der Region Braunschweig/Wolfsburg. Denn genau im Herzen dieser starken Region ist er in Nordsteimke geboren.

Der Treibstoff, den es dafür braucht, ist ein sehr moderner:

Nicht fossile Brennstoffe treiben uns an, sondern die Neugier. Und das ist ein Stoff, der zumindest theoretisch unbegrenzt und nachwachsend in uns zur Verfügung steht.

Der Alltag zeigt allerdings, dass die Lust auf Neues auch Ermüdungserscheinungen kennt, heute vermutlich sogar viel mehr als noch vor zwei oder drei Generationen. Woran liegt das?

Neues stimuliert, Offenheit bewegt. Hin und wieder ein frischer Reiz, und wir bleiben geistig mobil. Wir stehen aber unter einem nicht endenden Dauerfeuer immer neuer und stärkerer Impulse – Errungenschaft und Krux unserer modernen digitalen Informations- und Kommunikationslandschaft. Dauernd ist alles neu, da kann man schon das Gefühl bekommen, nie wirklich irgendwo anzukommen.

Und noch etwas macht uns unbeweglich:

Je mehr wir mit dem Erreichten zufrieden sind, desto schwächer wird der Antrieb für Veränderungen und desto stärker ein auf Erhaltung des aktuellen Zustands bedachtes Verhalten. Die Verhaltensökonomie bezeichnet dieses Verhalten als Status quo bias. Alles wird irgendwie zäh, nichts will mehr so richtig fließen.

Vorbehalte und Abwehrhaltungen sind jedoch die natürlichen Feinde des echten Fortschritts. Statt Innovationen, die den Namen auch verdienen, beschränkt man sich manchmal nur auf das Ausloten technischer Machbarkeiten. Irgendwie ist das zwar sehr bequem, aber bringt uns das weiter?

Wir haben das große Glück, in einer wahrhaft bewegenden Region zu leben.

Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft inspirieren sich gegenseitig und ergeben einen Cocktail, der es immer wieder schafft, spannend zu bleiben und die Menschen wirklich zu erreichen und zu bewegen.

Vielleicht ist es genau das, was unsere Region zum Mobilitätsvorreiter macht. Blicken wir daher mutig und zuversichtlich in die Zukunft unserer Region und machen es Heinrich Büssing mit seiner Schaffens- und Innovationskraft ein wenig nach.

Wir sollten viel dafür tun, Mobilitätsregion zu bleiben.

Lassen wir uns antreiben von neuen Ideen,  von Fahrzeugen die auf regenerativen Energieträger vertrauen und läuten wir so wieder eine neue, weitere Stufe der Mobilität ein.

 

92 % der Deutschen halten eine tägliche Nutzung von Autos für vernünftig.
(Continental)

Car Sharing hat nur einen Anteil von 1 % am Autoverkehr in Deutschland.
(Continental)

Die Nutzer aktiver Verkehrsmittel (z. B. Fahrrad) weisen die niedrigsten Body-Mass-Index-Werte auf.
(Studie Mobilität und Gesundheit, ADFC)

In Kopenhagen ist die Benutzung von Autos für den Arbeitsweg von 42 % im Jahr 1996 auf nur noch 13 % im Jahr 2010 gefallen.
(greenpeace.de)

Nur 15 % der Unfälle mit Personenschäden werden von Senioren über 65 Jahren verursacht.
(Allianz 2016, Bundesstatistik)

Der Mensch kann nur ca. 8 % der Muskelenergie in Bewegungsenergie umgesetzen.
(Akademie für Raumforschung und Landesplanung ARL 2010)

Über zwei Drittel unseres Körpers besteht aus Wasser, das bei Bewegungen stabilisiert werden muss, um das Gleichgewicht halten zu können. Auch Hochleistungssportler erreichen deshalb kaum Geschwindigkeiten von mehr als 36 km/h auf 100 Meter.
(Akademie für Raumforschung und Landesplanung ARL 2010)

Im Januar 2016 waren nur 7 % der Neuwagenkäufer unter 30 Jahre, 35 % hingegen über 60.
(Statista 2016)

Die 15 größten Seeschiffe stoßen mehr Schwefeloxide aus als alle Autos der Welt zusammen.
(NABU)

42 % der Gasthörer an deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2014 mindestens 65 Jahre alt.
(FAZ)

61 % der Unternehmen in Deutschland ermöglichen Ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten.
(Statistisches Bundesamt)

3 Tonnen CO2 pro Kopf kann die Umwelt jährlich verkraften. Das reicht für 7.000 Kilometer Autofahrt.
(atmosfair)

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